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Meine Aktien-Strategie: Von Buffett lernen!

Warren Buffett zeigt wie man Geld anlegt

Warren Buffett ist der erfolgreichste Investor unserer Zeit. Er verwendet eine Value-Strategie.

Die Aktie seines eigenen Unternehmens, Berkshire Hathaway, stieg so von 8$ im Jahr 1962 auf 150000$ im Jahr 2007. Buffett legte alle Gewinne wieder gut an. Den Rest erledigte der Zinseszins-Effekt.

Die Value-Strategie lernte Buffett bei Investment-Professor Benjamin Graham. Auch einige Mitstudenten wurden sehr erfolgreiche Anleger. Aber Buffett war der beste. Er perfektionierte Grahams Strategie.

Value-Aktien

Value-Aktien sind preiswert erworbene Anteile guter Unternehmen. Diese Firmen haben eine sehr gute Marktstellung, hohe und steigende Gewinne und fähige Manager.

Auch Privatanleger können die Value-Strategie anwenden

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Alle wichtigen Informationen sind verfügbar

Die wichtigsten Aktien-Informationen sind im Internet praktisch sofort verfügbar: Aktienkurs, Kurs-Gewinn- Verhältnis (KGV), Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), Dividentenrendite und Gewinnentwicklung.

Unternehmensnachrichten und Jahresberichte können im Internet abgerufen und mit vertretbarem Aufwand ausgewertet werden.

Die Handels- und Depot-Kosten sind gering

Die geringe Anzahl der Aktien und die lange Haltedauer im Rahmen der Value-Strategie hält die Kosten niedrig.

Buchempfehlung

Die unten aufgeführten Regeln meiner eigenen Aktien-Strategie habe ich aus der Lektüre von Büchern, Jahresberichten und Artikeln zusammengestellt: Buffett, Dreman, Greenblatt, Hagstrom, Kostolany, Lowenstein, Munger etc.

Zur Vertiefung empfehle ich das Buch "Die Value Zauberformel" von C. H. Browne. Es ist das beste Value-Investing-Buch, das ich kenne.


Regeln meiner eigenen Value-Aktien-Strategie

Die Aktien des Unternehmens sind preiswert

  • Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie liegt beim Kauf unter 10. Ich errechne das KGV aus aktuellem Aktien-Kurs durch Gewinn pro Aktie des letzen Jahres. Ein KGV unter 10 entspricht einer Gewinn-Rendite von über 10%.
  • Das Unternehmen schüttet eine hohe Dividenden-Rendite aus. Bei wachstumsstarken Unternehmen (deutlich steigende Buchwerte) sind Dividenden-Auszahlungen jedoch unnötig. Warren Buffett hat seinen Aktionären nie eine Dividende ausgezahlt. Stattdessen hat er alles reinvestiert.
  • Manager des Unternehmens kaufen oder halten eigene Aktien.
  • Die Aktien des Unternehmens haben ein volles Stimmrecht.

Das Unternehmen hat hohe und stetig steigende Gewinne

  • Das Unternehmen hat langjährig (> 5 Jahre) hohe Gewinnsteigerungen (>15%). Achtung: Es geht um Unternehmensgewinne, nicht um Kursgewinne.
  • Das Unternehmen realisiert hohe Eigenkapital- und Umsatzrenditen.
  • Das Unternehmen hat einen langjährig stetig steigenden Buchwert oder es investiert einen Großteil des Gewinns in Dividenden oder Aktienrückkäufe.
  • Die Aktienzahl des Unternehmens ist (splitbereinigt) konstant oder fallend. Das Unternehmen kauft (nur bei günstigem Kurs) eigene Aktien zurück.
  • Das Unternehmen hat einen hohen Eigenkapitalanteil, eine geringe Verschuldung und einen geringen Goodwill-Anteil.

Das Unternehmen hat fähige und motivierte Manager

  • Entscheidende Manager des Unternehmens halten einen hohen Aktienanteil am eigenen Unternehmen und möglichst keine Aktienoptionen.
  • Im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzen überwiegend Großaktionäre des Unternehmens.
  • Das Management des Unternehmens ist sparsam und vorsichtig.
  • Das Management des Unternehmens ist stabil und erfolgreich und verzichtet auf Prognosen und Versprechungen.
  • Das Management verfolgt eine sparsame und gewinnsteigernde Investitionspolitik: Gewinnbringende Geschäftsfelder werden ausgebaut und unterdurchschnittliche Geschäftsfelder reduziert. Dabei müssen sich die Kosten rechnen.

Das Unternehmen ist sicher

  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in einem stabilen demokratichen Land mit funktionierendem Rechtsstaat, geringer Korruption und klarer Trennung von Staat und Wirtschaft.
  • Das Unternehmen ist international tätig und nicht zu sehr (maximal 50%) von einem einzigen Land abhängig und erst recht nicht von einer Diktatur oder einem instabilen Land (maximal 10%).
  • Das Unternehmen ist überwiegend ethisch korrekt tätig und es ist fair gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern.
  • Das Unternehmen ist solide: Es hat einen hohen Eigenkapitalanteil, geringe Schulden und eine hohe Kreditwürdigkeit.

Das Unternehmen hat eine sehr gute und stabile Marktstellung

  • Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist langfristig erfolgreich und stabil.
  • Das Unternehmen ist Marktführer und die Marktstellung ist langfristig sicher.
  • Der Erneuerungs- und Forschungsaufwand ist gering.

Mein Depot besteht aus wenigen, sehr guten, lange gehaltenen Aktien

  • Die Unternehmen im Depot sind aus verschiedenen Branchen.
  • Das Aktien-Depot enthält wenige (etwa 10) Aktien.
  • Die Depotanteile der Unternehmen liegen zwischen 5 und 20%. Unternehmen mit höherer Gewinnerwartung oder geringerem Risiko haben einen größeren Anteil.
  • Jede Aktie wird möglichst lange gehalten: Ein Verkauf erfolgt nur bei Geldbedarf oder deutlicher Überbewertung der jeweiligen Aktie. Umgeschichtet wird nur auf deutlich bessere Unternehmen. Stop-Loss-Oder werden nur im Ausnahmefall verwendet und wenn, dann nur mit deutlichem Abstand (>20%) zum aktuellen Kurs.
  • Das Depot wird einmal jährlich nach obigen Kriterien geprüft.
  • Neue Aktien im Portfolio müssen mindestens gleich gut sein wie die dort schon vorhandenen.
  • Die nach diesen Kriterien schlechteste Aktie wird zuerst verkauft: Die besseren Aktien werden geahlten. Vor jedem Verkauf wird deshalb das gesamte Depot nach diesen Kriterien bewertet.

Ich bin Aktien-Anleger und kein Aktien-Spekulant

  • Ich besitze Unternehmensanteile und keine Glücksspiel-Lose.
  • Ich bin Anleger und kein Händler (=Trader) oder Spekulant.
  • Kursschwankungen, Charts und technische Signale sind mir egal.
  • Ich arbeite nicht mit Aktien-Optionen und ich kaufe nicht auf Kredit.
  • Ich ziehe einmal jährlich Bilanz und verfolge nicht die kurzfristigen Kursentwicklungen meiner Aktien.
  • Ich handle antizyklisch: Ich kaufe billig und verkaufe teuer. Deshalb neige ich im Börsenboom zum Verkaufen im Börsencrash zum Kaufen.

Risiken einer Geldanlage in Aktien

Kursschwankungen und Verluste

Obwohl Experten davon ausgehen, dass das Risiko von Kursverlusten bei Value-Aktien geringer ist als bei hoch bewerteten Aktien, kann der Marktwert trotzdem stark schwanken. Hohe Kursverluste sind auch bei Value-Aktien häufig. Durch die gründliche Aktien-Auswahl sind Totalverluste zwar unwahrscheinlich, aber trotzdem nie ganz ausgeschlossen.

Aufgrund der schwankenden Kurse erfordern Geldanlagen in Aktien eine starke Disziplin. Kursverluste können emotional belasten und führen häufig zu falschen Entscheidungen.

Spielsucht

Bei der Betrachtung der Erfolge anderer Anleger sollte man bedenken, dass man häufig nur von den Erfolgreichen erfährt. Außerdem wird man als Privatanleger in der Regel nicht die Erfolge von Experten erreichen.

Aktienhandel kann zur Spielsucht werden: Es wird ständig gekauft und verkauft. Private Day-Trader verspielen ihr Vermögen durch Fehlentscheidungen und Transaktionskosten.

Betrüger

Den im Internet kursierenden Aktien-Kaufempfehlungen sollte man grundsätzlich misstrauen, vor allem bei Aktien von kleinen Unternehmen. Es könnte sich um versuchte Kursmanipulationen handeln.

Beratung durch Verkäufer

Fonds-Empfehlungen von Bankberatern sollte man skeptisch gegenüber stehen, weil Banken und Kundenberater Provisionen erhalten.

Außerdem muss man sich vor sogenannten Schrottfonds hüten, über die schlechte Wertpapiere entsorgt werden.


Indexfonds als Alternative?

Weil auch die meisten Fondmanager nur unterdurchschnittliche Ergebnisse erreichen, gelten kostengünstige Indexfonds, die sich nahezu wie der Marktdurchschnitt entwickeln als Standard der Aktien-Anlage mit durchschnittlichen Renditen und durchschnittlichen Kursschwankungen bei geringen Kosten.

Value-Aktien gelten jedoch als sicherer gegen Kursverluste als Aktien-Indizes, weil bei Value-Aktien der Kauf überbewerteter Aktien vermieden wird.

Außerdem kann das Kaufverhalten bei Indexfonds genauso schädlich sein, wie bei einzelnen Aktien: Man kauft überbewertete Aktien nach längerem Aktien-Boom. Und man verkauft, unterbewertete Aktien nach längeren Kursverlusten.

Auch bei Indexfonds ist antizyklisches Handeln besser. Noch einfacher und sicherer ist es, regelmäßig einen festen Betrag in Indexfonds anzulegen und langfristig ohne Ansehen der Kursentwicklungen zu halten. Durch den regelmäßigen festen Anlage-Betrag kommt es zum Cost-Average-Effekt: Man erzielt unter dem Durchschnittspreis liegenden Einkaufspreis. Wichtiger als dieser Effekt ist jedoch die so erreichte Disziplin, nicht zu viele Aktien in der Aktien-Boom-Phasen (=Hausse) bei Höchstpreisen zu kaufen und nicht zu wenige in den Krisen-Phasen (=Baisse).

Zur Auswahl von Indexfonds empfehle ich das Studium der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest.


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Die erste Regel ist: Verliere kein Geld! Die zweite Regel ist: Vergiss die erste Regel nicht: 28 mal 33 mal 17 mal 22 mal 0 ist gleich 0.    Warren Buffett



AlfaFox.info   http://alfafox.info   Tipps & Tricks   © 04.09.2008Dr. Andreas Leo Faulstich
Nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewährleistung.