Erfahrungsberichte von Familie und Freunden haben mich auf Lichttherapie-Geräte aufmerksam gemacht.
Anwendung findet die Lichttherapie schon länger zur Behandlung von depressiven Patienten.
Wissenschaftliche Studien haben die Wirkung der Lichttherapie bestätigt: »In der Tat ist die Lichttherapie das beste Mittel gegen Winterdepression. ... Auch bei Gesunden wirkt das helle Licht aktivierend und stimmungsverbessernd. ... Sehr gut bewährt hat sich diese Therapieform auch bei bestimmten Schlafstörungen.
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In Skandinavien gehören diese Geräte schon zur normalen Haushalts-Ausstattung.
Ein Testbericht der Stiftung Warentest hat mich überzeugt. Inzwischen besitze ich auch eins:
Ich habe mich für das Philips HF3309/01 Energy Light entschieden.
Es ist Nachfolger des Philips Bright Light Energy, Test-Sieger und Preis-Leistungs-Sieger der Stiftung Warentest: GUT 2,5 (test 11/2003)*.
Das Philips HF3309/01 Energy Light ist regelbar und hat ein schönes, weiches, helles und farbechtes Licht (fast wie Sonnen-Licht). Mit etwas Wärme, trotz Energie-Spar-Lampen. Vor allem aber hat es keinerlei Brummen oder Flackern wie bei Billig-Geräten.
In meiner Nord-Wohnung verwende ich es im Winter-Halbjahr in der Küche morgens beim Frühstück, um besser wach zu werden und Tagsüber als Lampe vor allem beim Lesen und bei der Küchen-Arbeit.
Am Schreibtisch verwende ich Vollspektrum-Energiesparlampen, die ähnlich wirken, wenn auch nicht ganz so intensiv, weil weniger hell.
Meine Erfahrung ist ein positiver Effekt auf Tagesrhythmus und Arbeitsleistung. Auch meine Laune ist verbessert. Die Aktivierung empfinde ich immer, die Stimmungs-Aufhellung nur manchmal. Ich liebe das Licht und verwende es im Winter-Halbjahr fast täglich.
Das Philips HF3309/01 Energy Light ist für mich das beste Lichttherapie-Gerät in der Kombination aus Vielseitigkeit, Schönheit, Bedienung und Wirkung.
Für zwei Geräte auf gleichem Qualitäts- und Preisniveau lohnt sich der Vergleich: Weiter unten beschreibe ich ein einfaches Lichttherapie-Gerät und ein mobiles schnell wirkendes Lichttherapie-Gerät.
Die Tage sind dunkel und kalt. Arbeitszeiten und schlechtes Wetter verhindern, dass wir uns im Freien aufhalten.
Zu wenig Tageslicht erreicht unsere Augen. Im Gehirn wird ein uralter Energiesparmodus aktiv, der unseren Vorfahren half, Winter-Kälte und Hunger zu überleben.
In unserer modernen Zeit können wir uns aber nicht einfach unserer Müdigkeit hingeben. Wir leiden und werden depressiv.
Offenbar holen wir uns mit einer solchen Speziallampe den Sommer in die Winterstube. Sehr gut bewährt hat sich diese Therapieform auch bei bestimmten Schlafstörungen.Eine Lichttherapie mit hellem Vollspektrum-Licht kann bei einer saisonabhängigen Depression (SAD) helfen. SAD = Seasonal affective disorder.
Wer seinen Jahresrhythmus kennt, sollte einige Wochen vor dem üblichen Beginn seiner Winterdepression mit der Therapie anfangen.
Den meisten hilft es, das Licht vorsorglich von Anfang Oktober bis Ende März anzuwenden. Wenn die Depression schon begonnen hat, dauert es einige Tage bis Wochen bis die Therapie wirkt.
Manchen nützt eine Lichttherapie auch in anderen Jahreszeiten. Zum Beispiel bei Depressionen, bei Schichtarbeit oder wenn man sich tagsüber lange in Bereichen ohne Tageslicht aufhält.
Menschen mit schwerwiegenden Tagesrhythmus- oder Schlafstörungen sollten sich in einem Schlaflabor untersuchen und beraten lassen.
Für die Wirksamkeit der Lichttherapie gegen Despressionen, Verstimmungen und SAD gibt es Belege aus medizinischen Studien (siehe unten).
Bei Suizidgedanken oder wenn die Arbeitsfähigkeit das Alltagsleben oder die sozialen Kontakte beeinträchtigt sind, sollte man einen Facharzt für Psychiatrie oder einen Psychotherapeuten konsultieren.
Zur Behandlung von Menschen mit Depressionen haben sich psychotherapeutische Gespräche und Medikamente bewährt. Zusätzlich und in leichteren Fällen werden Kuren, Gruppentherapie (therapeutisch angeleitete Gesprächsgruppen), Lichttherapie und Sporttherapie eingesetzt.
Ein Lichttherapiegerät für den Hausgebrauch ist das Philips HF3309/01 Energy Light. Es erfüllt die europäische Richtlinie für Medizinprodukte.
Die Stiftung Warentest testete 2003 das Vorgänger-Produkt HF3305. Es erhielt die beste Preis-Leistungs-Empfehlung im Test. Siehe unten.
Das EnergyLight ist sowohl für Lichtbäder als auch zur normalen Beleuchtung geeinget.
Die Helligkeit des HF3309 ist stufenlos regelbar und der Abstand lässt sich auf 20, 40 oder 60cm einstellen. Das HF3309 zeigt dann per Minutenanzeige und Balkendiagramm an, wie lange man noch Licht tanken sollte, bis die medizinisch empfohlene Lichtmenge erreicht ist.
Die Minuten-Anzeige und ein Fortschritts-Balken-Diagramm finde ich motivierend.
Wenn ich meine Lichtkur unterbrechen möchte, drücke ich die Pause-Taste. Das Licht schaltet sich aus und die Uhr stoppt. Später kann ich die Lichtdusche fortsetzen.
Wenn mir das Licht zu hell ist, kann ich den Dimmer herunterregeln und so die optimale Helligkeit zum Lesen oder Arbeiten einstellen.
Nach Abgabe der Tagesdosis schaltet sich die Leuchte automatisch aus. Tagsüber darf man die Leuchte aber auch wiederholt oder länger verwenden: Damit es sich nicht automatisch abschaltet, kann man den rechten Schalter auf "MANUAL" stellen.
UV-Licht gibt die Leuchte nicht ab. Sie ist deshalb für Haut und Augen unbedenklich.
Vom nächtlichen Einsatz zwischen 20 Uhr und 6 Uhr früh wird abgeraten, um Störungen im Tagesrhythmus oder Schlafstörungen zu vermeiden.
Man kann die Wirkung selber beobachten und den Zeitpunkt und die Dauer der Sitzungen anpassen.
Neben dem oben beschriebenen HF3309 gibt es noch ein sehr ähnliches Lichttherapie-Gerät, das Philips HF3308/01 Energy Light.
Das HF3308 verzichtet auf die Regelung von Helligkeit, auf die Therapiedauer-Berechnung und auf die automatische Abschaltung. Ansonsten ist es identisch mit dem 3309.
Ich finde mein HF3309 durch die Möglichkeit der Helligkeitsregelung vielseitiger und die Therapiedauerberechnung mit Fortschrittsanzeige motivierend. Und wenn ich es als Dauerbeleuchtung verwende, kann ich es auf "MANUAL" stellen, damit es sich nicht automatisch abschaltet.
Wenn man die Leuchte aber ohnehin immer auf maximaler Helligkeit betreiben möchte und manuell ausschalten will, kann man auch das HF3308 kaufen.
Das neue Lichttherapiegerät Philips HF3330/01 goLITE BLU ist dank blauer LED-Lampen (blue) viel kleiner, hat einen Wecker (Ton, Licht oder beides) und einen aufladbaren Akku für etwa 3 bis 5 Licht-Anwendungen und ein Netzteil mit internationalen Steckdosen-Adaptern.
Für eine fühlbare Wirkung reichen laut Philips schon 15 bis 45 Minuten goLITE-Licht je Anwendung.
Das goLITE BLU ist deshalb sehr gut für den mobilen Einsatz und auf Reisen geeignet. Die ausführliche Anleitung gibt Tipps für die Behandlung von Aufwach-Problemen, Müdigkeit, Winterdepression und Jetlag.
Der Stromverbrauch des goLITE-Gerätes (maximal 12 Watt) ist niedriger als beim Energy-Light (max 72W).
Zur Beleuchtung sind die blauen LEDs des goLITE BLU aber nicht geeignet und man soll es nur zusätzlich zur normalen Beleuchtung einsetzen.
Dagegen verwende ich mein HF3309 gerne zum Lesen am Frühstückstisch oder wenn ich farbechte Fotos machen möchte, weil es sehr hell ist und ein sonnen-ähnliches Farbspektrum hat.
Halten Sie sich an die Empfehlungen Ihres Arztes und des Herstellers des Lichttherapie-Gerätes!
Philips empfiehlt die regelmäßige Anwendung über mindestens 5 Tage. Es kann auch zwei Wochen mit höherer Dosis dauern bis man eine deutliche Wirkung bemerkt. Man sollte die Therapie auch an symptomfreien Tagen fortsetzen.
Im Winter sollte man die Leuchte vormittags anwenden. So erkennt die innere Uhr, dass der Tag begonnen hat und bringt den Schlaf-Wach-Rhythmus ins Gleichgewicht. Auch der späte Nachmittag ist günstig
Während der Anwendung kann man essen, lesen, handwerken oder am Schreibtisch arbeiten. Die Mindestdauer hängt von der Lichtstärke der Lampe und vom Abstand ab. Bei voller Lichtstärke werden bei 20cm Abstand 30 Minuten, bei 60cm 2 Stunden empfohlen. Man darf die Mindestdauer auch überschreiten.
Bei Augenproblemen, Lichtallergie oder gleichzeitiger Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten, insbesondere Antidepressiva oder Mitteln, die die Lichtsensibilität erhöhen (z.B. Johanniskraut) sollte man vor einer Lichttherapie einen Arzt konsultieren.
Ebenso, wenn man sich während der Lichttherapie überaktiv, manisch, erschöpft, bedrückt oder ruhelos fühlt oder unter Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit leidet.
»Durch die Lichttherapie hervorgerufene Schäden oder ernste Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Gelegentlich wird von leichter Augenreizung, trockener Haut und Antriebsteigerung berichtet. Generell ist eine vorherige augenärztliche Untersuchung anzuraten. Bei Augenkrankheiten wie Makulo- oder Retinopathien, Entzündungen von Uvea und Glaskörpern, Erkrankungen des Nervus Opticus, sowie Glaukom und Katarakt sollte dieses Therapieverfahren nicht benutzt werden. Vorsicht geboten ist auch bei der Einnahme von photosensibilisierenden Medikamenten.
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An meinem Arbeitsplatz verwende ich Vollspektrum Energiesparlampen, die ein farbechtes tageslicht-ähnliches weißes Licht abgeben. Mehr finden Sie in meinem Artikel über Vollspektrum-Energiesparlampen.
© Dr. Andreas Leo Faulstich, AlfaFox.info, 16.12.2008, Update 27.11.2009
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Es ist besser, ein Licht anzuzünden,
Konfuzius
als sich über die Dunkelheit zu beklagen.
http://alfafox.info © 16.12.2008 Andreas Leo Faulstich
Nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewährleistung.
Text: 16.12.2008
Update: 27.11.2009
© Dr. Andreas Leo Faulstich

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