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10 Jahre länger leben

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Besser leben, länger leben

»Zehn Jahre länger gesund zu leben, sich zehn Jahre jünger zu fühlen und auch so auszusehen ist machbar.«

Professor Christoph Bamberger

Chef des Medizinischen PräventionsCentrums Hamburg (MPCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Buchempfehlung, Zusammenfassung und Tipps

Sie finden hier eine kurze Zusammenfassung des Buches und einige ergänzende Tipps. Vollständigkeit und Korrektheit kann ich nicht garantieren. Lesen Sie das Buch und lassen Sie sich von einem Arzt beraten.

Ab 30 altern wir

In der Einleitung zeigt Bamberger, dass unser Körper ab einem Alter von etwa 30 Jahren zu altern beginnt. Das Krankheits- und Sterberisiko nimmt zu.

Anti-Aging: So leben wir lang, gesund und glücklich

Eine gesunde Lebensweise, medizinische Vorsorgeuntersuchungen und ärztliche Behandlungen schenken uns zusätzliche gesunde Lebensjahre.

Eine Philosophie der zweiten Lebenshälfte verbessert unsere Lebensqualität.

Altern: Krankheit, Schicksal oder Herausforderung?

Im ersten Teil des Buches diskutiert Bamberger Alterstheorien und Möglichkeiten, dem Alter entgegenzuwirken.

Der alte Traum von einem Jungbrunnen oder einem Lebenselexier ist ausgeträumt und viele Menschen glauben nicht, dass Sie an ihrem Schicksal etwas ändern können.

Dabei hat sich die Lebenserwartung im letzten Jahrhundert fast verdoppelt. Und Studien zeigen, dass es möglich ist, noch länger gesund zu leben.

Prävention: Was wirklich etwas bringt

Im zweiten Teil des Buches zeigt Bamberger Wege, um Krankheiten zu verhindern, hinauszuzögern, zu mildern oder zu heilen:

  • Gesunde Ernährung: Mehr Obst, Gemüse und Fisch. 2 mal wöchentlich Fleisch. Weniger Wurst, Kuchen oder Süßigkeiten. Übergewicht vermeiden.
  • Gesunde Getränke: Wasser (Leitungswasser) oder Tee (bevorzugt grüner Tee). Wenig Alkohol (maximal 1 Bier oder 1 Glas Wein täglich). Wenig Kaffee (maximal 4 Tassen täglich). Fruchtsaft in geringen Mengen als Obstersatz. Sonst keine süßen Getränke.
  • Bewegung: Mehrmals wöchentlich leichtes Ausdauertraining (Jogging, Gehen, Schwimmen, Radfahren). Zweimal 20 Minuten Krafttraining pro Woche (vor allem Rückenschule).
  • Nicht-Rauchen: Rauchen verursacht viele schwere und chronische Krankheiten und verkürzt das Leben um durchschnittlich 8 Jahre. Bamberger gibt Tipps und nennt Medikamente, die den Zigaretten-Entzug unterstützen.
  • Ausreichend Schlaf: Guter und regelmäßiger Schlaf und ein Mittagsschlaf.
  • Sonnenschutz: Sonnenabstinenz und Sonnenschutz-Maßnahmen, um Sonnenbrände zu vermeiden und die UV-Belastung zu minimieren.
  • Strahlenschutz: Keine unnötigen Röntgenuntersuchungen. Bamberger rät auch, die Einflüsse von Elektrosmog und Handy-Telefonaten gering zu halten, obwohl die Schädlichkeit nicht nachgewiesen sei.
  • Nahrungsergänzung: Kalzium, Vitamin D und Jod unter ärztlicher Kontrolle. Bei nachgewiesenem Mangel auch Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12. Wer keinen Fisch mag, sollte Omega-3-Fettsäure-Kapseln einnehmen.
  • Präventive Medikamente: Wenn Lebensstil-Optimierung nicht reicht, unter ärztlicher Kontrolle: Aspirin bei hohem Herzinfarkt oder Schlaganfall-Risiko. Statine, bei  zu hohen LDL-Cholesterin-Werten. Blutdrucksenkende Medikamente bei chronisch hohem Blutdruck.
  • Hormontherapie: Hormonersatz bei Mangel an lebenswichtigen Hormonen (Kortisol, Schilddrüsenhormonen, Insulin). Therapie mit Testosteron, Östrogenen, DHEA, Melatonin und Wachstumshormonen bei Beschwerden und nach sorgfältiger Abwägung von Risiko und Nutzen.
  • Vorsorgeuntersuchungen: Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Krebs, Osteoporose, Hormonmangel, Augenkrankheiten (grauer und grüner Star, Netzhautdegeneration). Kosten und Nutzen weiterer Untersuchungen werden diskutiert.
  • Impfungen: Gegen Tetanus und Diphterie (alle 10 Jahre) und ab 60 gegen Grippe (jährlich) und Lungenentzündung (alle 6 Jahre)
  • Stress vermeiden: Lebensführung, Humor, Entspannungstechniken.

Ein persönliches Präventionsprogramm

Im dritten Teil seines Buches sortiert und systematisiert Bamberger diese Ansätze zu einem Präventionsprogramm und gibt Tipps und Anregungen zu sinnvollen Maßnahmen, zur Motivation und Durchführung.

Präventionsfallen: Hindernisse erkennen und überwinden

Bamberger zeigt Denkfallen und Motivationshindernisse, die es uns schwer machen, gesünder zu leben. Und er gibt motivierende Antworten:

  1. Es geht nicht um mich.
    Antwort: Lerne Deinen Körper kennen!
  2. Ich mache, was ich will.
    Antwort: Kümmere Dich um Deine Interessen!
  3. Bei mir ist es eh zu spät.
    Antwort: Verbesserungen sind immer möglich.
  4. Ich möchte mein Leben geniesen.
    Antwort: Gesundheit und Lebensgenuss gehören zusammen.
  5. Ich schaffe es nicht.
    Antwort: Ändere Deine Gewohnheiten in kleinen Schritten!
  6. Ganz oder gar nicht.
    Antwort: Auch kleine Schritte helfen.
  7. Morgen fange ich an.
    Verliere keine Zeit. Fang sofort an!

Präventionsnavigator und Test der Lebenserwartung

Der Anhang des Buches enthält einen 33-seitigen Präventionsnavigator und einen Test zur bestimmung des biologischen Alters und der Lebenserwartung.

Der Präventionsnavigator zeigt beginnend beim Alter von 30 Jahren die in jedem Lebensjahr empfohlenen Untersuchungen und Maßnahmen.

Mein Fazit

Als Professor für Endokrinologie und Stoffwechsel des Alterns schreibt Bamberger als ausgewiesener Experte. Er bleibt auf dem Stand der Wissenschaft und wägt Chancen, Aufwand, Kosten, Risiken, Wirkungen und Nebenwirkungen gründlich ab.

Aus meiner Kenntnis der medizinischen Fachliteratur erscheinen mir die von Bamberger versprochenen 10 zusätzlichen gesunden Jahre erreichbar. Vielleicht ist sogar mehr möglich, weil diejenigen, die länger leben, dann von weiteren medizinischen Fortschritten profitieren können. Radikale Anti-Aging Gurus wie Aubrey de Grey hoffen auf diese Weise, dem Alter auf Dauer davonzulaufen.

Junge kranke Menschen mit schädlichen Lebensgewohnheiten können von dem Buch am meisten profitieren. Ältere gesunde Menschen mit guten Gewohnheiten haben weniger Spielraum für Optimierungen.

Insgesamt halte ich dieses Buch für eines der nützlichsten Bücher überhaupt.

Ergänzende Hinweise und Tipps

Einige Risiken erwähnt Bamberger nicht oder nur im Nebensatz: Auch HIV, Unfälle, Gewalt und Krieg bedrohen unsere Lebenserwartung.

Außerdem vermeidet Bamberger die Diskussion von ärztlichen Fehlern und medizinischen Unfällen.

Mein Tipp: Sehen Sie dies als Chance, vielleicht weitere Lebensjahre zu gewinnen, indem Sie auch in diesen Bereichen gut auf sich aufpassen.

Bleiben Sie mir und AlfaFox.info treu: Ich arbeite an Tipps zu diesen Themen.

Professor Bamberger im Internet

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