Dr. Andreas Leo Faulstich © 15.12.2010, Update 22.02.2012

Motorola Defy Android-Handy:
Kauf-Entscheidung, Erfahrungen und Tipps

Hier finden Sie meine Überlegungen zur Kauf-Entscheidung, Erfahrungen und Tipps zum Motorola Defy Android-Handy.

Beachten Sie auch meinen Test-Bericht zum Motorola Defy Handy.

Motorola Defy: wasserdichtes Handy mit Android-Betriebssystem
Mein Motorola Defy Handy mit Apps > Amazon.de

Weiß oder schwarz?

Ich habe mich für das Motorola Defy mit weißem Rahmen entschieden, weil es besser erkennbar ist, wenn ich es mal fallen lasse, vor allem nachts oder im Wasser. Auch auf dem Kneipentisch verwechsle ich es nicht so leicht mit einem anderen Handy. Außerdem finde ich die schwarze USB-Buchsen-Abdeckung (Kunststoff) und die schwarze Lautsprecher-Buchsen-Abdeckung (Gummi) auf dem weißen Rahmen schneller. Der weiße Seitenrahmen besteht aus angerauhtem Kunststoff. Der schwarze Display-Rahmen und der schwarze Akkufach-Deckel sind gummiert. Beim Motorola Defy in schwarz ist alles schwarz und der Display-Rahmen ist nicht gummiert sondern glänzend. Das weiße Modell finde ich alles in allem noch einen Tick outdoor-tauglicher.

Wasserdicht

Mein neues Motorola Defy habe ich gleich in einem Glas Wasser getestet und es hat überlebt. Schließlich möchte ich es zum Segeln, Paddeln, auf Radtouren und Wanderungen mitnehmen.

Auf Segel- und Paddeltouren werde ich es trotzdem in meiner Aquapac Micro Hülle transportieren. Es lässt sich darin sogar bedienen, wie mein Test ergeben hat. Den Defy-Spritzschutz sehe ich eher als zusätzliche Sicherheit, auch im Alltag.

Kompakt und leicht

Das Defy passt gut in die Hosentasche. Es ist kompakt und leicht und der Bildschirm nimmt fast die ganze Vorderseite ein.

Schwächen?

Das aktuelle Modell Defy+ hat folgenden Fehler nicht mehr: Bei der ersten Modellreihe ist vielen Kunden irgendwann der Ohr-Lautsprecher ausgefallen, meistens innerhalb der ersten Wochen, bei mir nach einem Jahr, mitten im Gespräch. Man konnte einfach auf Freisprechen umschalten und weiter telefonieren. Klingel, Signaltöne und Alarme funktionierten weiterhin, weil sie auch den Freisprech-Lautsprecher nutzen. Die Reparatur war eine Garantie-Leistung. Die Adressen und Termine waren mit meinem Google-Account synchronisiert. Vor dem Einschicken habe ich dDie App-Liste mit "App List Backup" aus dem Android Market gesichert. Die Speicherkarte habe ich behalten und durch eine leere ersetzt und das Handy auf den Lieferzustand zurückgesetzt.

Motorola Blur

Motorola Blur (MotoBlur) ist ein vom Hersteller im Defy vorinstalliertes Software-Paket verbunden mit einer kostenlosen Anmeldung bei Motorola.

MotoBlur enthält Dienste um Facebook, Twitter und Email zu synchronisieren. Automatische Backups der Handy-Einstellungen sind möglich. Android-Update-Infos und Installationen erfolgen drahtlos und man kann das Handy notfalls aus der Ferne orten oder löschen.

Die einzelnen Dienste müssen nicht genutzt werden. Die meisten Dinge sind auch ohne Motoblur machbar. Für Facebook und Twitter kann man deren Apps installieren. Android-Updates und Backups sind auch ohne MotoBlur-Anmeldung machbar. Und es gibt im Android Market (meist gegen Geld) auch andere Handy-Fern-Such- und Lösch-Software.

Beim ersten Start des Handys wird man zur Anmeldung bei Motoblur aufgefordert. Wer Motoblur nicht möchte, kann diese Anmeldung abbrechen. Bei Bedarf, kann man die Motoblur-Anmeldung auch später noch übers Android-Menü oder nach Start einer Motoblur-Anwendung nachholen.

Im Internet gibt es lange Diskussionen, ob Motoblur sinnvoll ist oder nicht und ob es die Handy-Leistung beeinträchtigt.

Mein Handy habe ich zunächst einige Monate ohne MotoBlur-Anmeldung betrieben und mich dann bei Motoblur angemeldet. Die Dienste zur Synchronisation der sozialen Netzwerke nutze ich weiterhin nicht. Wenn das Handy bei Motoblur angemeldet ist, müssen nach jedem SIM-Kartenwechsel Email-Adresse und Motoblur-Passwort eingegeben werden. Mir sind keine Leistungsunterschiede zwischen mit und ohne Motoblur aufgefallen.

Software

Meine Aussagen zur Software, gelten überwiegend auch für andere Android-Handys, die ähnlich ausgestattet sind. Außerdem kann man die Software per Update oder durch Installation von alternativen Apps den eigenen Wünschen anpassen.

Beachten Sie auch meine Android-Artikel. Links finden Sie in der Liste unten am Ende dieses Artikels.

Zur Verwaltung der Start-Bildschirme habe ich anstelle des Motorola-Launcher die kostenlose Version von LauncherPro aus dem Android-Market installiert. Der Motorola Launcher bleibt dabei als Alternative erhalten.

Mein LauncherPro Home-Screen
LauncherPro Home-Screen (vergrößert)

Launcher-Pro ermöglicht bis zu 7 Fenster mit Icons zum Starten von Anwendungen oder Widgets zum Anzeigen von Infos. Eine Leiste mit Schaltern für Telefon, Kontakte, Programme, SMS und Google setzt LauncherPro auf den unteren Rand dieser Fenster. Ich habe mir meine viel- und schnell-genutzten Anwendungen aufs Home-Fenster gelegt.

Das Handy läuft flott.

Verzögerungen bis zu etwa einer Sekunde gibt es bei der Worterkennung in Swype. Aber das stört kaum, weil ich inzwischen weiter schreiben kann.

Wartezeiten von einigen Sekunden gibt es schon mal beim Suchen im Internet oder vor der Anzeige der Liste der installierten Anwendungen, wenn ich ein neues Anwendungs-Icon auf den Bildschirm legen möchte.

Das Defy ist multitasking-fähig. Ich kann also mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen lassen und zwischen ihnen hin- und her-schalten.

Das Defy ist mein erstes Smartphone und ich bin positiv überrascht, wie einfach das Android zu bedienen ist. Mit wenigen Klicks hatte ich das Defy mit meinem WLAN verbunden und meine Google-Email-Kontakte und die Kontakte aus der alten Sim-Karte im Telefonbuch importiert.

WLAN- und Telefon-Verbindungen kriegt das Defy auch an Stellen, wo andere Geräte Schwierigkeiten hatten. Antenne und Leistung sind also gut.

Die Sychronisation der Kontakte zwischen Android und GoogleMail läuft automatisch. Zunächst zeigte das Handy in der Kontaktliste A-Z alle meine GMail-Kontakte.

In GoogleMail kann man Kontakt-Gruppen einrichten (z.B. Familie, Freunde, Kollegen, Party-Einladung). Ein Kontakt darf auch mehreren Gruppen angehören. Auf dem Handy kann man die Anzeige auf bestimmte Kontakt-Gruppen begrenzen und daraus schnell eine bestimmte Gruppe auswählen. Wer nicht alle Google-Email-Kontakte auf dem Handy sehen will, muss aber eine Weile rumprobieren, bis er eine eine sinnvolle Einstellung hat (siehe Tipps).

Wenn man die Suchfunktion in den Kontakten verwendet, werden alle Kontakte durchsucht, auch die, die man aus der Kontaktliste ausgeblendet hat.

Leider kann man in der GoogleMail-Anwendung des Handys im Adressfeld keine Kontaktgruppen auswählen. Auch nicht, wenn man den Handy-Browser verwendet. Man muss die Adressen einzeln hinzufügen. Am PC kann man natürlich auf einen Schlag eine Ganze Gruppe ins Adressfeld einfügen.

Die Google-Mail-Kontakte auf dem Defy sind nach Vornamen sortiert. Kontakte aus meiner Sim-Karte und zusammengeführte Kontakte wurden nach Nachname sortiert angezeigt, wobei der Nachname zuforderst Stand. Sim-Kontakte wurden nicht mit Google-Mail synchronisiert. Deshalb bin ich skeptisch, ob die Zusammenführung von Kontakten aus mehreren Quellen im Handy sinnvoll ist. Ich verwalte meine Kontakte jetzt nur noch mit GoogleMail.

Wer Google Docs zum Schreiben von Texten und Tabellen im Internet verwendet, kann seine Dokomente im Handy-Browser lesen oder einen neuen Text schreiben, aber nicht mehr am Handy zum Bearbeiten öffnen. Im Android Market gibt es einige Apps, die es ermöglichen, auch vorhandene Dokumente zu bearbeiten. Dies sind aber noch recht unzuverlässig und können vorhandene Formatierungen zerstören.

Mit einem Tipp auf die Lupen-Taste wird eine Suche gestartet. Schon mit der Eingabe der ersten Buchstaben startet die Suche nach passenden Kontakten, Anwendungen und Internet-Seiten.

Die Sprachsuche startet man mit zwei Tipps auf die Home-Taste. Indem ich sage "Wähle Karin Mustermann Mobil" kann ich Karin Mustermann auf dem Handy anrufen. Im Telefonbuch klappt die Sprachsuche meistens, bei Google manchmal: "Mauritius" und "Elfenbeinküste" funktionierten. Aus "Siegessäule" wurde zunächst "schuldgefühle" und beim zweiten Versuch "schicke frauen".

Mit der Bildschirm-Tastatur bin ich sehr zufrieden. Selbst Hochkant kann ich schnell und sicher tippen. Und dank Swype kann ich mit einem Wisch über die Buchstaben ein ganzes Wort schreiben. Neue Wörter lernt das System nach einmaliger Verwendung. Namen kennt es aus dem Adressbuch. Ich habe mich bewusst gegen eine mechanische Tastatur entschieden, weil ich den größtmöglichen Bildschirm haben wollte und lieber einen großen Akku als eine umständliche Ausklapptastatur. Außerdem kann ich in der Software-Tastatur des Defy zwischen mehreren Ansichten (Buchstaben, Symbole, Cursortasten) oder Sprachen, zum Beispiel Russisch oder Griechisch umschalten und es erscheint eine passend beschriftete Tastatur.

Die Display-Beleuchtung habe ich auf 2 Minuten Nachleuchten eingestgellt und für die Sicherheit einen Zahlencode nach 5 Minuten. Auf der Display-Oberfläche hinterlassen die Finger einen Schmierfilm, den man sieht, wenn Beleuchtung ausgeschaltet ist. Mich störts nicht.

Die Zoomfuktion durch Aufziehen mit Daumen und Zeigefinger oder Doppeltippen ist sehr nützlich, zum Beispiel bei Fotos und im Internetbrowser. Allerdings gibt es auch Bereiche, in denen Texte in kleiner Schrift angezeigt werden und nicht vergrößert werden können, zum Beispiel: in GoogleMail oder im Hilfe-Center. Für mich sind die Schriftgrößen dort gerade noch ausreichend.

In der SMS-Anwendung werden die Nachrichten zu jeweils einer Person sehr übersichtlich als Verlauf dargestellt. Leider ist es aber nicht möglich, aus alten SMS Texte in neue zu kopieren. Im Hochformat ist das SMS-Texteigabefeld sehr klein, man sieht also immer nur ein paar Wörter, während eine große weiße Fläche ungenutzt herumliegt. Und falls man die [Senden]-Taste versehentlich berührt, wird die SMS, manchmal nur ein Buchstabe, sofort und ohne Rückfrage gesendet. Man sollte deshalb besser mit einer SMS mit leerem Adressfeld beginnen oder das Querformat nutzen. Dank Swype geht das SMS-Schreiben im Hochformat und im Querformat sehr schnell.

der Google-Kalender ist ein guter Handy-Kalender, weil man ihn in eine Listen-Ansicht schalten kann: In jeder Zeile ein Termin. Termine kann man mit Personen verknüpfen und Einladungen verschicken. Sinnvoll, wenn diese Leute auch einen Google- oder kompatiblen Kalender nutzen. Vorsicht: Zum Senden der Einladung reicht ein Klick.

Alles in Allem ist das Motorola Defy ein sehr gutes Android-Smartphone vor allem für Google-Symbionten, also Leute die auch sonst die kostenlosen Google Anwendungen nutzen: Suchmaschine, Email, Adressbuch, Kalender.

Meine Android-Artikel

http://alfafox.info   © 15.12.2010   Andreas Leo Faulstich
Nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewährleistung.

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