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Gute Schulnoten: Belohnung statt Nachhilfe

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind von guten Noten profitiert.

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Statt Ihrem Kind einfach so Taschengeld zu zahlen oder Geldgeschenke zu machen, sollten Sie das Taschengeld Ihres Kindes an seine Schulleistungen binden.

Erklären Sie Ihrem Kind, dass die Schule sein Job ist. In Zukunft werden Schulerfolge bezahlt.

Passen Sie die Bezahlung dem Leistungsniveau Ihres Kindes an: Fängt Ihr Kind mit schlechten Noten an, sollte der normale Taschengeldsatz schon mit befriedigenden Noten zu erreichen sein.

Die Belohnung sollte sich mit jeder Notenstufe verdoppeln

Damit eine deutliche Motivation entsteht, sollte sich die Belohnung für jede Notenstufe wesentlich steigern, am besten verdoppeln.

Belohnungen (Beispiel)

  • 1 Euro für eine vier (4 = ausreichend)
  • 2 Euro für eine drei (3 = befriedigend)
  • 4 Euro für eine zwei (2 = gut)
  • 8 Euro für eine eins (1 = sehr gut)

Oder je nach Alter und Leistung Ihres Kindes ein Bruchteil oder ein Vielfaches.

Zahlen Sie auch für die Vier (siehe unten) und sagen Sie einfach: "Das ist für deine ausreichende Leistung. Für eine Drei kriegst du doppelt so viel."

Belohnung für Zeugnis-Noten

Ein guter Anfang für das Belohnungssystem ist ein Zeugnis: Belohnen Sie nach dem Verdopplungssystem.

So erfährt Ihr Kind sofort anhand mehrerer Noten: Auch für mittelmäßige Noten gibt es Anerkennung. Gleichzeitig lernt es, dass sich bessere Noten lohnen: Jede Notenstufe verdoppelt den Gewinn.

Da lohnt es sich die Anstrengung eher als wenn man ausschließlich für sehr gute und gute Noten belohnt wird. Und ein kleiner Ausrutscher ist weniger frustrierend.

Lassen Sie Ihr Kind seine Belohnung selbst ausrechnen. So nimmt Ihr Kind aktiv teil. Es versteht das Belohnungssystem und lernt gleichzeitig, wofür Rechnen gut.

Kontrollieren Sie die Rechnung und geben Sie bei korrektem Ergebnis 5% und bei korrekter und übersichtlicher Rechnung 10% extra. So wird ihr Kind später nicht zu denen gehören, die keine Prozentrechnung können. Bei einem Fehler rechnen Sie die Belohnung gemeinsam mit Ihrem Kind aus.

Machen Sie einen Arbeitsvertrag mit Ihrem Kind

Legen Sie die Belohnungen gemeinsam mit Ihrem Kind schriftlich fest: Machen Sie einen Arbeitsvertrag für das Halbjahr bis zum nächsten Zeugnis.

Zahlen Sie jeweils sofort aus. Verzögerte Belohnungen verlieren ihre Wirkung. Und führen Sie Buch.

Ein festes und zuverlässiges Belohnungssystem gibt Ihrem Kind Sicherheit. Es zeigt Ihre Wertschätzung und motiviert Ihr Kind auch zu längerfristigen Anstrengungen.

Halten Sie sich an den Vertrag. Ändern Sie die Bedingungen nie rückwirkend.

Schlechte Schulnoten: Was tun?

Ohne Leistung gibt es keinen Lohn, so bei Ungenügend (Note sechs) oder Mangelhaft (Note fünf).

Eine gelegentliche schlechte Note ist kein Anlass zur Aufregung. Es gibt dafür einfach kein Taschengeld. Sagen Sie zu Ihrem Kind: "Schade, ich hätte dich gerne für eine bessere Note belohnt."

Schimpfen und Vorwürfe bringen nichts außer Schulstress und Beziehungsstress.

Fragen Sie Ihr Kind, nach den Ursachen für die schlechte Note und überlegen Sie gemeinsam, was es besser machen könnte.

Ausreichende Leistungen (Note vier) sollten belohnt werden. Ausreichende Noten sind keine Katastrophe. Sie reichen zur Versetzung und für einen Schulabschluss. Wenn es trotz Anstrengung und kleiner Erfolge keine Belohnung gibt, kann das frustrieren und demotivieren.

Belohnen Sie aber keine mangelhaften Leistungen, egal wie hoch die Anstrengungen waren. Zeigen Sie Anerkennung für die Anstrengung und Verständnis für die Frustration, aber erklären Sie, dass Sie die Leistung nicht belohnen können, weil sie unzureichend ist. Bieten Sie Ihre Hilfe an.

So lernt Ihr Kind, mit Geld umzugehen

Damit Ihr Kind Taschengeld schätzt, sollten Sie eine klare Linie haben, was Sie Ihrem Kind kaufen und wann Sie ihrem Geschenke machen und was das Kind sich selber kaufen muss und darf.

Hat Ihr Kind keine Verwendung für das Geld oder stehen größere Beträge an, zum Beispiel beim Zeugnis, helfen Sie Ihrem Kind beim Sparen: Mit einem Sparschwein oder einem Sparkonto bei einer Bank.

Ihr Kind sollte über sein Taschengeld frei verfügen können. Ihr Kind sollte auch erleben können, wie sich ein leeres Portmonee anfühlt oder wie es sich anfühlt auf ein bestimmtes Ziel hin zu sparen.

Zur Verwendung des Geldes, können Sie ihr Kind beraten. Aber lassen Sie es frei entscheiden. Verboten sind nur Alkohol und Zigaretten, gefährliche Dinge und gefährliche Aktivitäten, Spielzeugwaffen und blutrünstige Computerspiele.

Mehr Motivation und Erfolg, weniger Stress

Indem Sie Ihr Kind für seine Schulleistungen bezahlen, entwickelt es ein stärkeres Eigeninteresse und es merkt, dass sich Fleiß und Ehrgeiz auch in ungeliebten Schulfächern und auch bei kleinen Verbesserungen auszahlen.

Probieren Sie ein neues System über einen längeren Zeitraum aus, mindestens über ein Halbjahr. Und beobachten Sie genau. Wenn Sie von Stress und Druck auf klare Bedingungen und Belohnungen umstellen, wird Ihr Kind einige Zeit brauchen, um sich darauf einzustellen.

Mögliche Probleme

Problematisch kann die beschriebene Verknüpfung von Taschengeld mit Schulleistungen sein, wenn Sie mehrere Kinder in ähnlichem Alter haben, die sehr unterschiedliche Schulleistungen erbringen. Das in der Schule schlechtere Kind könnte sich zurückgesetzt fühlen.

Vielleicht hilft ein Modell Grundlohn + Leistungszulage. Oder erklären Sie dem besseren Kind, warum das Geschwister im Verhältnis stärker belohnt wird. Oder geben Sie Ihren Kindern die Gelegenheit, sich auch durch andere Leistungen ein Taschengeld zu verdienen.

Nachhilfe

Überlegen Sie sich, ob es möglich ist, dass Ihr Kind gemeinsam mit Klassenkameraden übt.

In Ausnahmesituationen kann Nachhilfe sinnvoll sein: Engagieren Sie einen älteren Schüler einer höheren Klasse der gleichen Schule. Ihr Kind findet ein Vorbild und einen Unterstützer auf dem Schulfhof. Der ältere Schüler kennt die Schule, die Lehrer und Mitschüler und kann Ihnen möglicherweise wertvolle Informationen geben.

Hausaufgaben

Wenn Ihr Kind gute Schulleistungen erreicht, sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich überhaupt über nicht gemachte Hausaufgaben ärgern wollen.

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Andernfalls machen Sie einen Wochenplan und legen gemeinsam mit Ihrem Kind einen täglichen Zeitraum für Hausaufgaben fest. Verderben Sie sich und dem Kind auf keinen Fall den ganzen Tag.

In dem festgelegten Zeitraum sind Fernsehen, Computerspiele und Freunde vor Erledigung der Hausaufgaben verboten. Außerhalb des Zeitraumes gibt es keine an Hausaufgaben gebundene Einschränkungen.

Gefährden Sie nicht Ihre Autorität: Legen Sie nur Regeln fest, die Sie auch überwachen und durchsetzen können. Sobald Regeln als Gewohnheit etabliert sind, wird es einfacher.

Akzeptieren Sie Ihr Kind

Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind keine Spitzenleistungen erbringt. Lassen Sie ihm Freiräume und trauen Sie ihm etwas zu. Unterstützen Sie es in seinen Interessen und seiner normalen Entwicklung.

Menschen sind keine Maschinen und die Zukunft ist unberechenbar:

Einer meiner schlechtesten Schulkameraden ist heute Manager und erfolgreicher als die meisten anderen. Und ich schreibe diesen Artikel, trotz schlechter Deutsch-Noten.

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AlfaFox.info Logo ALF © 4.10.2006, Update 17.7.2007   Lesezeichen für diese Seite speichern: im Browser (=Favorites) oder bei einem Service

Ein Volk in dem einzelne durch Denken auffallen,
hat schlechte Schulen.   Albert Einstein



AlfaFox.info   http://alfafox.info   Tipps & Tricks   © 14.11.2008Dr. Andreas Leo Faulstich
Nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewährleistung.