Dr. Andreas Leo Faulstich © 04.10.2006, Update 11.10.2009

Gute Schulnoten: Belohnung statt Nachhilfe

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind von guten Noten profitiert.

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Statt Ihrem Kind einfach so Taschengeld zu zahlen oder Geldgeschenke zu machen, können Sie das Taschengeld Ihres Kindes an seine Schulleistungen binden.

Erklären Sie Ihrem Kind, dass die Schule sein Job ist. In Zukunft werden Schulerfolge bezahlt.

Passen Sie die Bezahlung dem Leistungsniveau Ihres Kindes an: Fängt Ihr Kind mit schlechten Zensuren an, sollte der normale Taschengeldsatz schon mit befriedigenden Noten zu erreichen sein.

Belohnung mit System: Mit jeder Notenstufe verdoppelt

Damit eine deutliche Motivation entsteht, sollte sich die Belohnung für jede Notenstufe wesentlich steigern, am besten verdoppeln.

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Belohnungen (Beispiel)

Oder je nach Alter und Leistung Ihres Kindes ein Bruchteil oder ein Vielfaches.

Zahlen Sie auch für die Vier (siehe unten) und sagen Sie einfach: "Das ist für deine ausreichende Leistung. Für eine Drei kriegst du doppelt so viel."

Belohnung für Zeugnis-Noten

Ein guter Anfang für das Belohnungssystem ist ein Zeugnis: Belohnen Sie nach dem Verdopplungssystem.

So erfährt Ihr Kind sofort anhand mehrerer Noten: Auch für mittelmäßige Zensuren gibt es Anerkennung. Gleichzeitig lernt es, dass sich bessere Noten lohnen: Jede Notenstufe verdoppelt den Gewinn.

Da lohnt es sich die Anstrengung eher als wenn man ausschließlich für sehr gute und gute Noten belohnt wird. Und ein kleiner Ausrutscher ist weniger frustrierend.

Lassen Sie Ihr Kind seine Belohnung selbst ausrechnen. So nimmt Ihr Kind aktiv teil. Es versteht das Belohnungssystem und lernt gleichzeitig, wofür Rechnen gut.

Kontrollieren Sie die Rechnung und geben Sie bei korrektem Ergebnis 5% und bei korrekter und übersichtlicher Rechnung 10% extra. So wird ihr Kind später nicht zu denen gehören, die keine Prozentrechnung können. Bei einem Fehler rechnen Sie die Belohnung gemeinsam mit Ihrem Kind aus.

Machen Sie einen Arbeitsvertrag mit Ihrem Kind

Legen Sie die Belohnungen gemeinsam mit Ihrem Kind schriftlich fest: Machen Sie einen Arbeitsvertrag für das Halbjahr bis zum nächsten Zeugnis.

Zahlen Sie jeweils sofort aus. Verzögerte Belohnungen verlieren ihre Wirkung. Und führen Sie Buch.

Ein festes und zuverlässiges Belohnungssystem gibt Ihrem Kind Sicherheit. Es zeigt Ihre Wertschätzung und motiviert Ihr Kind auch zu längerfristigen Anstrengungen.

Halten Sie sich an den Vertrag. Ändern Sie die Bedingungen nie rückwirkend.

Einzel-Leistungen mit mehreren Versuchen

Sie können auch eine Belohnung für leicht und eindeutig überprüfbare Einzel-Leistungen in Aussicht stellen: Zum Beispiel dafür, dass Ihr Kind mindestens 95% von einer 200 Wörter langen Vokabelliste kann.

Sie prüfen dann jeweils eine zufällige Stichprobe von 20 Wörtern und brechen ab, sobald Ihr Kind zwei Fehler hat. Schafft es mindestens 19 von 20 Wörtern, erhält es die Belohnung.

Falls es nicht klappt, wird nicht gemeckert. Es darf die Prüfung wiederholen, am jeweils nächsten Tag, so oft es will.

Das ist motivierender als Klassenarbeiten, wo schlechte Schüler hinterher nur frustriert sind.

Wiederholungen anzubieten, motiviert ähnlich wie Computer-Spiele, wo man es auch mehrfach versuchen kann. Und sobald es klappt, kommt man in die nächste Runde auf den nächsten Level.

Schlechte Zensuren: Was tun?

Ohne Leistung gibt es keinen Lohn, so bei Ungenügend (Note sechs) oder Mangelhaft (Note fünf).

Eine gelegentliche schlechte Note ist kein Anlass zur Aufregung. Es gibt dafür einfach kein Taschengeld. Sagen Sie zu Ihrem Kind: "Schade, ich hätte dich gerne für eine bessere Note belohnt."

Schimpfen und Vorwürfe bringen nichts außer Schulstress und Beziehungsstress.

Fragen Sie Ihr Kind, nach den Ursachen für die schlechte Note und überlegen Sie gemeinsam, was es besser machen könnte.

Ausreichende Leistungen (Note vier) sollten belohnt werden. Ausreichende Noten sind keine Katastrophe. Sie reichen zur Versetzung und für einen Schulabschluss. Wenn es trotz Anstrengung und kleiner Erfolge keine Belohnung gibt, kann das frustrieren und demotivieren.

Also sagen Sie Ihrem Kind ruhig: "Eine vier ist besser als nichts." Und überlegen Sie gemeinsam, ob es eine einfache Möglichkeit gibt, etwas besser zu machen. Geben Sie ab und zu mal einen Tipp, aber nicht zu viel auf einmal. Und erzählen Sie ab und zu mal aus Ihrer eigenen Schulzeit: Sie waren auch kein Engel!

Belohnen Sie aber keine mangelhaften Leistungen, egal wie hoch die Anstrengungen waren. Zeigen Sie Anerkennung für die Anstrengung und Verständnis für die Frustration, aber erklären Sie, dass Sie die Leistung nicht belohnen können, weil sie unzureichend ist. Bieten Sie Ihre Hilfe an.

So lernt Ihr Kind, mit Geld umzugehen: Freiheit statt Zwang

Damit Ihr Kind Taschengeld schätzt, sollten Sie eine klare Linie haben, was Sie Ihrem Kind kaufen und wann Sie ihrem Geschenke machen und was das Kind sich selber kaufen muss und darf.

Ab und zu ein schöne Überraschung oder eine Geschenk bei Gelegenheit ist ok. Aber für Nörgeln sollte das Kind keine Belohnungen kriegen.

Ihr Kind sollte über sein Taschengeld frei verfügen können. Ihr Kind sollte auch erleben können, wie sich ein leeres Portmonee anfühlt oder wie es sich anfühlt auf ein bestimmtes Ziel hin zu sparen.

Hat Ihr Kind keine Verwendung für das Geld oder stehen größere Beträge an, zum Beispiel beim Zeugnis, helfen Sie Ihrem Kind beim Sparen: Mit einem Sparschwein oder einem Sparkonto bei einer Bank.

Zur Verwendung des Geldes, können Sie ihr Kind beraten. Aber lassen Sie es frei entscheiden. Verboten sind nur Alkohol und Zigaretten, gefährliche Dinge und gefährliche Aktivitäten, Spielzeugwaffen und blutrünstige Computerspiele.

Mehr Motivation und Erfolg, weniger Stress

Indem Sie Ihr Kind für seine Schulleistungen bezahlen, entwickelt es ein stärkeres Eigeninteresse und es merkt, dass sich Fleiß und Ehrgeiz auch in ungeliebten Schulfächern und auch bei kleinen Verbesserungen auszahlen.

Probieren Sie ein neues System über einen längeren Zeitraum aus, mindestens über ein Halbjahr. Und beobachten Sie genau. Wenn Sie von Stress und Druck auf klare Bedingungen und Belohnungen umstellen, wird Ihr Kind einige Zeit brauchen, um sich darauf einzustellen.

Problem: Das Kind interessiert sich nicht für Geld

Wenn Ihr Kind sich nicht für Geld interessiert, liegt das wahrscheinlich daran, dass Sie dem Kind ohnehin jeden Wunsch erfüllen oder dass Sie ihm keine Freiheit in der Verwendung seines Geldes lassen.

Setzen Sie Ihrem Kind klare Grenzen in der Wunscherfüllung (z.B. Geschenke nur zu Weihnachten und zum Geburtstag) und geben Sie Ihrem Kind festgelegte Geldbeträge als Lohn für Leistungen und lassen Sie es darüber frei verfügen.

Problem: Geschwister haben sehr unterschiedliche Noten

Problematisch kann die beschriebene Verknüpfung von Taschengeld mit Schulleistungen sein, wenn Sie mehrere Kinder in ähnlichem Alter haben, die sehr unterschiedliche Schulleistungen erbringen. Das in der Schule schlechtere Kind könnte sich zurückgesetzt fühlen.

Vielleicht hilft ein Modell Grundlohn + Leistungszulage. Oder erklären Sie dem besseren Kind, warum das Geschwister im Verhältnis stärker belohnt wird. Oder geben Sie Ihren Kindern die Gelegenheit, sich auch durch andere Leistungen ein Taschengeld zu verdienen.

Problem: Das Kind verlangt für jeden Handgriff Geld

Wenn das Kind für jeden Handgriff Geld verlangt, erklären Sie ihm, dass Sie auch nicht für jede Arbeit Geld erhalten. Und verhalten Sie sich systematisch und konsequent. Wenn Sie mit Geschenken, Belohnungen und Bestrafungen unüberlegt und ständig anders umgehen, sinkt Ihr Einfluss und Ansehen bei Ihrem Kind. Für Diskussionen und Verhandlungen sollten Sie feste Zeiten einführen und darauf verweisen und dann beiden Seiten Gelegenheit zur Aussprache geben.

Nachhilfe

Überlegen Sie sich, ob es möglich ist, dass Ihr Kind gemeinsam mit Klassenkameraden übt.

In Ausnahmesituationen kann Nachhilfe sinnvoll sein: Engagieren Sie einen älteren Schüler einer höheren Klasse der gleichen Schule. Ihr Kind findet ein Vorbild und einen Unterstützer auf dem Schulfhof. Der ältere Schüler kennt die Schule, die Lehrer und Mitschüler und kann Ihnen möglicherweise wertvolle Informationen geben.

Hausaufgaben

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Wenn Ihr Kind befriedigende Schulleistungen erreicht, sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich überhaupt über nicht gemachte Hausaufgaben ärgern wollen.

Andernfalls machen Sie einen Wochenplan und legen gemeinsam mit Ihrem Kind einen täglichen Zeitraum für Hausaufgaben fest. Verderben Sie sich und dem Kind auf keinen Fall den ganzen Tag.

In dem festgelegten Zeitraum sind Fernsehen, Computerspiele und Freunde vor Erledigung der Hausaufgaben verboten. Außerhalb des Zeitraumes gibt es keine an Hausaufgaben gebundene Einschränkungen.

Gefährden Sie nicht Ihre Autorität: Legen Sie nur Regeln fest, die Sie auch überwachen und durchsetzen können. Sobald Regeln als Gewohnheit etabliert sind, wird es einfacher.

Akzeptieren Sie Ihr Kind

Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind keine Spitzenleistungen erbringt. Lassen Sie ihm Freiräume und trauen Sie ihm etwas zu. Unterstützen Sie es in seinen Interessen und seiner normalen Entwicklung.

Vermeiden Sie ständiges Zanken und Nörgeln! Nörgeln hilft nichts, verhindert ein echtes Gespräch und macht Ihnen und Ihrem Kind das Leben schwer.

Menschen sind keine Maschinen und die Zukunft ist unberechenbar. In Schule und Studium lernt man vor allem, wie man Beamter wird. Fürs Leben lernt man anderswo.

Die meisten Menschen werden trotz schlechter Erfahrungen mit Schule und Eltern erstaunlich erfolgreich. Weil sie ab dem Moment lernen, wo sie auf sich selber gestellt sind.

Einer meiner schlechtesten Schulkameraden ist heute Manager und erfolgreicher als die meisten anderen.

Und ich schreibe diesen Artikel, trotz schlechter Deutsch-Noten.

Internet-Links

Der offizielle Zweck der Schulen ist es, den Kindern etwas beizubringen. Aber in Wahrheit ist ihr hauptsächlicher Zweck, die Kinder für einen großen Teil des Tages an einem Ort einzusperren, so dass die Erwachsenen ihre Sachen erledigen können.   Paul Graham, übersetzt von ALF

http://alfafox.info   © 04.10.2006   Andreas Leo Faulstich
Nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewährleistung.

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