Dr. Andreas Leo Faulstich © 02.12.2011, Update 05.12.2011

Hund, Katze oder Kaninchen als Geschenk?

Ein Kind wünscht sich Weihnachten oder zum Geburtstag Hund, Katze oder Kaninchen als Geschenk? Mein Tipp: Nachdenken, Buch schenken.

Ein Tier als spontanes Geschenk?

Tiere sind keine Spielzeuge, die man in der Ecke liegen lassen kann, sondern Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen.

Die artgerechte Haltung erfordert Verantwortungsgefühl, Respekt, Wissen, Zeit und Geld.

Gesetze und Verordnungen setzen Minimalstandards für den Schutz und die Haltung von Tieren.

Geld-, Zeit- und Wohn-Verhältnisse, Nachbarn und Mietvertrag sind zu bedenken.

Manchmal ist auch jemand in der Familie oder im Umfeld allergisch gegen Hund oder Katze oder Leute haben panische Angst vor dem Tier.

Und Oft wird der Wunsch nach einem Haustier sehr schnell durch andere Interessen abgelöst. Nicht nur bei Kindern.

Als spontanes Geschenk oder gar als Überraschungsgeschenk sind Tiere schlecht geeignet. Die zukünftigen Betreuer eines Tieres sollten sich gut vorbereiten.

Zum Geburtstag oder Weihnachten?

Ein Tier braucht im neuen Zuhause zunächst besonders viel Ruhe. Der Trubel und die Ablenkungen von Festen und Feiertagen sind eher ungünstig.

Haustier als Spielkamerad?

Oft stehen soziale Bedürfnisse, der Wunsch zu kuscheln oder zu dominieren hinter dem Wunsch des Kindes nach einem Tier.

Das Tier ist jedoch ein eigenständiges Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Hund oder Katze wird sich nicht nach den Wünschen des Kindes verhalten.

Hunde erkennen Kinder oft nicht als ranghöhere Rudelmitglieder an.

Im Gegensatz zu menschlichen Spielkameraden hat das Tier aber nur wenige Möglichkeiten sich durchzusetzen oder zu wehren.

Kinder brauchen Aufsicht, bis sie die Eigenheiten des Tieres kennen und respektieren und damit umgehen können.

Das Kind wird sich nur zeitweise mit dem Tier beschäftigen und im wesentlichen wird sich die ganze Familie um das Haustier kümmern müssen.

Je größer die Familie ist und je mehr Freunde das Kind hat, um so besser.

Mama muss sich kümmern

Kaum ein Kind wird die Verantwortung, Kosten und Arbeit einer artgerechten Tierhaltung alleine übernehmen können. Die Verantwortung für das Tier liegt bei den Eltern.

Oft müssen sich auch die Großeltern, ältere Geschwister, Freunde oder Nachbarn um die Tiere kümmern, wenigstens Zeitweise, zum Beispiel wenn die Familie verreist.

Zur artgerechten Haltung von Hunden gehört Bewegung und Gesellschaft. Ein Hund muss mehrmals täglich ausgeführt werden. Jeden Tag, bei jedem Wetter; nicht nur 5 Minuten zum nächsten Baum. Und der Hundehalter muss den Hundekot entsorgen.

Kleine Kinder dürfen nicht alleine mit einem großen Hund spazieren gehen. In einigen Bundesländern ist dies per Gesetz oder Verordnung verboten.

Selbst wenn Kind und Hund zueinander passen und diszipliniert sind, können sie in schwierige Situationen kommen: zum Beispiel begegnen sie unfähigen Hundebesitzern mit gefährlichen Hunden.

Für Berufstätige ist es schwierig, einen Hund zu halten, weil man ihn nicht so lange alleine lassen sollte. Man muss den Hund mit zur Arbeit nehmen oder man braucht kompetente Betreuer.

Wer betreut das Haustier, wenn die Familie verreist?

Sind alle Familienmitglieder einverstanden?

Die Arbeit bleibt meistens bei den Eltern oder Großeltern hängen und bei den Familienmitgliedern, die am meisten zu Hause sind.

Die Tierhaltung sollte mit allen Familienmitgliedern besprochen werden. Es sollten alle wirklich wollen: das Kind, die Familie und das Tier.

Haltungskosten von Hund, Katze und Kaninchen

Die Haltung von Hund oder Katze kostet meistens zwischen 500 und 1500 Euro pro Jahr.

Die Kaninchenhaltung kann unkomplizierter und billiger sein, vor allem auf dem Land. Dort kann man (manche) Kaninchen draußen halten. Heu, Grünfutter und Stroh sind billig und einfach zu beschaffen.

Außer Futter, sind auch Hundesteuer, Impfungen und Tierarztkosten zu bedenken: Krankheiten oder Verletzungen können teuer werden.

Auch die Betreuung im Urlaub oder die Teilnahme an der Reise kann kosten.

Haftpflichtversicherung

Tierhalter sind haftbar für Personen- und Sachschäden, die von dem Tier verursacht werden. Hunde brauchen eine eigene Haftpflichtversicherung.

Katzen kratzen, am liebsten an Polstermöbeln und Holz. Spätestens bei Umzug kann das teuer werden oder wenn die Katze ihre Neigungen bei den Nachbarn auslebt.

Katzen und Kaninchen sind bei der privaten Haftpflichtversicherung meistens mitversichert. Aber lies da das "Kleingedruckte" in Deinem Vertrag!

Beachte auch die Deckungssumme Deiner Haftpflicht-Versicherung: Auch ein Haustier kann Millionenschäden verursachen, zum Beispiel im Straßenverkehr.

Lieber ein Kaninchen?

Aufwand, Kosten und Risiken sind bei einem Kaninchen meistens geringer als für Hund oder Katze. Die Verantwortung gegenüber dem Tier ist aber nicht geringer.

Allerdings können Kaninchen die sozialen- und Kuschel-Bedürfnisse, die bei Kindern oft hinter dem Tierwunsch stehen, weniger erfüllen als ein Hund.

Erfahrungen mit Tieren sammeln

Kind und Familie müssen sich nicht gleich langfristig an ein Tier binden oder die ganze Verantwortung übernehmen. Schlauer ist es, zunächst in kleineren Schritten Wissen und Erfahrungen mit Tieren zu sammeln.

Das Kind kann sich zunächst um ein Tier in der Nachbarschaft oder im Tierheim kümmern oder um eine verwilderte Katze.

Das ist eine gute Vorbereitung, manchmal auch Alternative für ein eigenes Tier.

Das Kind kann einen Hund ausführen, eine Katze füttern und allmählich auch mal eine Wochenendpflege übernehmen. Zunächst gemeinsam mit dem Tierhalter oder unter Aufsicht der Eltern.

Später können Kind und Familie für einige Zeit die Pflege eines Tieres übernehmen, zum Beispiel wenn der Tierhalter in Urlaub fährt oder wenn ein älter Mensch für längere Zeit im Krankenhaus ist oder in Kur oder Reha.

So kann das Kind zeigen, dass es ein nachhaltiges Interesse für Tiere hat und vielleicht sogar das Taschengeld aufbessern.

Auch ein Besuch in der Hundeschule sinnvoll.

Zunächst sollte das Kind sich ernsthaft und langfristig mit Tieren beschäftigen, bevor Aussicht auf ein eigenes Tier besteht.

Ein Tierbuch schenken

Ein Tierbuch ist ein guter Anfang. Man muss nicht gleich Hals über Kopf ein Tier anschaffen oder endgültig ja oder nein sagen.

Quengler können die Ernsthaftigkeit und Langfristigkeit ihres Wunsches unter Beweis stellen, indem sie sich mit dem Thema beschäftigen.

Träume werden durch Wissen ergänzt und man kann anhand des Buches gemeinsam über sinnvolle nächste Schritte reden.

Übrigens: Dass die meisten von mir empfohlenen Tierbücher vom Kosmos-Verlag kommen, liegt an der Qualität der Bücher. Ich erhalte Provisionen von Amazon, aber nicht von Kosmos.

Internet-Links

http://alfafox.info   © 2011-12-02   Andreas Leo Faulstich
Nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewährleistung.

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